Einer der ganz grossen Schweizer Pianisten der letzten Jahre ist von uns gegangen. Im Fachblatt Musik & Theater, vom Januar / Februar 2026 verfasste Redaktor Reinmar Wagner über ihn einen Nachruf. Unter anderem ehrte er Peter Aronsky mit folgenden Worten:
«… Jetzt ist Peter Aronsky am 6. Dezember im 81. Lebensjahr gestorben. Der Pianist wurde in Zürich geboren und begann bereits im Alter von vier Jahren, Klavier zu spielen. Mit zwölf Jahren trat er zum ersten Mal als Solist mit Orchester auf, und das gleich in Mozarts Krönungskonzert. Peter Aronsky studierte bei Hans Andrae, Heinz Schröter und Géza Anda. Er war regelmässiger Gast in den wichtigsten Musikzentren in Europa und den USA. In London musizierte er mit allen grossen Orchestern, trat an wichtigen Festivals wie dem Lucerne Festival oder den Londoner «Proms» auf und konzertierte nicht weniger als achtmal bei den Salzburger Festspielen. Auch als Liedbegleiter an der Seite von Lucia Popp, Agnes Baltsa, Vesselina Kasarova oder Erika Köth wurde er gefeiert und trat als Kammermusiker unter anderem mit James Galway auf. Mit Uraufführungen von Rudolf Kelterborn, Franz Tischhauser, Gerhard Wimberger oder Leo Nadelmann trat er hervor. Unter dem Etikett Les Délices du Piano hatte er in den 2010er-Jahren bei Tudor noch einmal auf drei CDs diejenigen Klavierwerke eingespielt, die ihm persönlich am wichtigsten waren: Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und Chopin.»
Ebenfalls beim Label Tudor spielte Peter Aronsky Joachim Raffs Klavierkonzert c-Moll op. 185 und das Stück Ode au Printemps op. 76 ein. Es spielte das Radio-Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Jost Meier. Die Aufnahme erschien am 26. August 1996.

Auch in der Region am Zürichsee hatte der wunderbare Pianist einen entsprechenden Auftritt. Dr. Markus Römer, Vorstandsmitglied der Joachim-Raff-Gesellschaft von 1978 bis 2001, verpflichtete ihn im Jahre 1998 in Zürich Altstetten, Lachen und Pfäffikon. Unter Römers Leitung, mit Konzertmeister Urs Walker, wurde die erwähnte Ode au Printemps am 26./27. und 28. Juni mit dem von Römer 1986 mitbegründeten und heute noch existierenden Concento Stravagante aufgeführt. Letztmals wieder in Raffs Heimatregion am Samstag, 3. Januar 2026 anlässlich des Neujahrskonzertes in Altendorf. Urs Bamert dirigierte das SOKS (Sinfonieorchester Kanton Schwyz). Die Pianistin Eleonora Em übernahm den Solopart.
