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Neuerscheinungen bei Breitkopf & Härtel

Im zweiten Halbjahr 2021 erscheinen weitere Urtext-Editionen von Raff-Werken. Es sind dies die «Six Morceaux» op. 85 für Violine und Klavier (u.a. mit der berühmten «Cavatina») und die Sonate für Klavier und Violoncello op. 183.

Herausgeber der «Six Morceaux» sind unser Archivleiter Severin Kolb und Stefan Kägi. Neben Joachim Raff findet sich ein weiterer Schwyzer Komponist im Katalog der Neuerscheinungen: Othmar Schoecks Sonate für Bassklarinette und Klavier op. 41 wird ebenfalls in einer Urtext-Edition erscheinen.

Weiter zum Katalog der Neuerscheinungen bei Breitkopf & Härtel…

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Ein Halbjahresprogramm voller Höhepunkte

Die Joachim-Raff-Gesellschaft freut sich auf das zweite Halbjahr 2021 mit vielen musikalischen Live-Erlebnissen! Ein fulminanter Start gleich nach den Sommerferien: Am Samstag, 28. August 2021, treten Äneas Humm (Bariton) und Judit Polgar (Klavier) um 19.30 Uhr im Evang.-ref. Kirchgemeindehaus in Lachen auf. Ein romantischer Liederabend mit Kompositionen von Joachim Raff, Clara Schumann, Franz Liszt und deren heute fast vergessenem Zeitgenossen Robert Franz. Als weitere Besonderheit erklingen Lieder von Martha von Castelberg.

Auch die Reihe „Musikseminare“ – die Pilotveranstaltung wurde vor den Sommerferien erfolgreich durchgeführt – findet seine Fortsetzung. Die Seminare dienen auch als Konzerteinführung für die Abendveranstaltungen. Peter Grob stellt am Samstag, 28. August 2021, um 10.00 Uhr die Martha von Castelberg-Stiftung im Joachim-Raff-Archiv vor. Dazu ergründen wir das Kunstlied der Romantik. Das Platzkontingent ist beschränkt – eine Anmeldung unter info@joachim-raff.ch ist notwendig.

Das Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2021 kann hier heruntergeladen werden.

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Neueinspielung der Sinfonietta

Die Jenaer Philharmonie spielt unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Simon Gaudenz die Sinfonietta op. 188 von Joachim Raff neu ein. Mit der Serenade op. 104 von Salomon Jadassohn und dem Nonett op. 40 von Gustav Schreck werden zudem zwei Welt-Ersteinspielungen auf CD aufgenommen.

Die Bläsersolisten der Jenaer Philharmonie und GMD Simon Gaudenz

Link zur Jenaer Philharmonie…

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JRG lanciert neue Workshop-Reihe!

Mit einer neuen, etwa alle zwei Monate stattfindenden Workshop-Reihe wendet sich die Joachim-Raff-Gesellschaft an Musikliebhaber jeglicher Vorbildung. Stefan Kägi und Severin Kolb geben am Samstag, 3. Juli 2021, um 10.00 Uhr im Joachim-Raff-Archiv den Startschuss mit einer Spurensuche – «Eine Notenausgabe entsteht». Die Platzzahl ist beschränkt, eine Anmeldung ist erforderlich.

Archivleiter Severin Kolb und Stefan Kägi bei der „Spurensuche“.

Wie verlief im 19. Jahrhundert eigentlich der Weg von den ersten Ideen eines Komponisten bis zum Druck eines fertigen Werks? Welchen Einfluss hatten die Verlage auf das Musikleben? Warum kommen bis heute immer wieder neue Ausgaben von Werken Beethovens oder Mahlers auf den Markt? Wie entsteht eine moderne Notenausgabe – welche Typen gibt es?

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Musikverlage, die bis heute einen erheblichen Einfluss auf das Musikleben ausüben.

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Vorfreude auf 2022

Zum ersten Mal in ihrer fast 50-jährigen Geschichte fand die Generalversammlung der Joachim-Raff-Gesellschaft auf schriftlichem Weg statt. Die Beteiligung der Mitglieder an den Abstimmungen und Wahlen war sehr erfreulich und sei an dieser Stelle herzlich verdankt! Sämtliche traktandierten Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Unter anderem kann 2021 eine neue Mitgliederkategorie für Student*innen eingeführt werden.

Der neu gewählte Vorstand der Joachim-Raff-Gesellschaft bereitet sich intensiv auf die 200. Geburtstagsfeierlichkeiten von Joachim Raff im nächsten Jahr vor. V.l.n.r.: Gabriel Schwyter, Kommunikation, Dr. Lion Gallusser, Konzertplanung und wissenschaftlicher Beirat, Yvonne Götte, Geschäftsführung, Severin Kolb, Leiter Joachim-Raff-Archiv, Enya Götte, Rechnungswesen, Res Marty, Präsident, Franz-Xaver Risi, Vizepräsident, Dr. Franziska Sagner, Konzertplanung, wissenschaftliche Beirätin. (Foto: Carlo Stuppia)

Vorstand

Mit den beiden Musikwissenschaftlern Viviane Brodmann und Dominik Kreuzer traten zwei verdienstvolle Vorstandsmitglieder zurück. Neu im Vorstand können die Finanz- und Bankfachfrau Enya Götte (Kassierin), die promovierte Musikwissenschaftlerin Franziska Sagner (wissenschaftliche Beirätin und Konzertplanung) und Max Schwyter (Rechnungsprüfer) herzlich willkommen geheissen werden.

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Rezension Urtext-Ausgabe der Streichquartette Nr. 1 & 2

Die Schweizerische Musikzeitung brachte pünktlich zu Joachim Raffs 199. Geburtstag eine Rezension der im letzten Jahr erschienenen Edition von seinen ersten beiden Streichquartetten, die in Zusammenarbeit vom Joachim-Raff-Archiv und Breitkopf & Härtel entstanden ist.

Urtext-Ausgabe der beiden ersten Streichquartette, herausgegeben von Severin Kolb und Stefan König bei Breitkopf & Härtel

Viel Lob findet Markus Fleck für die Edition: „Mit erheblichem Aufwand und einem akribisch genauen kritischen Bericht zur Quellenlage, den jeweiligen editorischen Entscheidungen sowie einem ausführlichen, spannenden Vorwort verdienen sie – besonders auch unter musikwissenschaftlichen Aspekten – hohen Respekt.“ Etwas zwiespältig nimmt er hingegen die edierten Werke auf: „Glänzenden melodischen Einfällen“, „überraschend modernen Effekten“, „wirkungsmächtigen, durch und durch quartettmässig konzipierten Elementen“ stehen für ihn „ausgedehnte, ja man möchte sagen nichtssagende Episoden“ gegenüber, „die die absolut genialischen Juwelen seiner Kunstfertigkeit überschatten“.

Die Joachim-Raff-Gesellschaft hofft, dass die Edition der Verbreitung dieser ambitionierten Stücke hilft. Das Leipziger Quartett hat mit ihrer letztjährigen Einspielung, die auf der neuen Edition basiert, bereits einen ersten Grundstein gelegt. Weitere Quartetteditionen von Edition Nordstern und Breitkopf & Härtel sind in Vorbereitung.

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Neue CD veröffentlicht

Das Doppelalbum mit Liedern von Joachim Raff ist soeben bei Sterling Records erschienen. Die CD enthält unter anderem «Drei Lieder von J.G. Fischer» (op. 47) aus Raffs früher Schaffensphase, «Blumensprache» (op. 191) und Lieder aus seinem Zyklus «Blondel de Nesle» (op. 211).

Die Aufnahmen fanden im Frühjahr 2020 im Kulturzentrum Immanuelskirche Wuppertal statt. Interpretiert werden die Werke von Marina Unruh, Frederike Schulten, Lisa Wedekind Wolfgang Klose, Johannes Wedeking und Hedayet Jonas Djeddikar. Weitere Informationen: https://stille-liebe.de/

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Neuer Kunstschatz im Raff-Archiv

Dank glücklichen Umständen ist es der Joachim-Raff-Gesellschaft gelungen, ein Bild des bekannten Lachner Malers Hermann Beul zu erstehen. Hermann Beul war der Sohn des ebenfalls sehr bekannten Lachner Malers Marius Beul (1849 – 1914).

Das Gemälde von Hermann Beul (1878 – 1918) mit dem Kloster Einsiedeln und den Wägitaler Bergen im Hintergrund.

Marius Beul erhielt den ersten Zeichenunterricht von Kunstmaler Gangyner, der seinerseits noch bei Franz Josef Raff (Joachim Raffs Vater) das Zeichnen lernte. Zwei Portraits von ihm können ebenfalls im Archiv besichtigt werden. Marius Beul war international tätig (Paris, München, Wien, Budapest, Konstantinopel, Kairo, Jerusalem,…). Er restaurierte u.a. die Pfarrkirche und Kapelle im Ried in Lachen, ebenso gibt es noch ein Gemälde von ihm im Rathaus Lachen. Er ist in Lachen begraben.

Sein Sohn Hermann Beul (1878 – 1918) besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich und studierte in Berlin und in Karlsruhe. Auch er restaurierte rund 20 Kirchen in der Schweiz, u.a. auch wieder die Kapelle im Ried in Lachen. Er war sowohl Kirchenmaler als auch Landschaftsmaler. Vor allem die Region um Einsiedeln hat es ihm angetan, was die grosse Anzahl an Gemälden bezeugt. Der Sohn von Hermann Beul ist der bekannte Lachner Komponist Artur Beul (z.B. «Stägel uf, Stägeli ab»). Also auch ein Bezug zur Musik von Lachen. Das Gemälde passt auch deshalb hervorragend ins Raff-Archiv, weil die Eltern von Joachim Raff in Einsiedeln geheiratet haben.

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Erlebnisweg Obersee

Am 5. Mai 2021 weihten die Herren Regierungsräte Andreas Barraud (Kanton Schwyz) und Beat Tinner (Kanton St. Gallen) die neue Hörstation „Joachim Raff“ in Lachen ein. Sie ist Bestandteil des Erlebniswegs Obersee, der zum Entdecken der vielen „Perlen am Obersee“ einlädt.

Die Hörstation Joachim Raff befindet sich an Raffs Geburtsstätte, direkt beim Raff-Archiv in Lachen. Weitere Informationen zum Erlebnisweg Obersee unter www.erlebnisweg-obersee.ch

Lesen Sie auch den Artikel bei march24…

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Ein spektakuläres Autograf von Joachim Raff entdeckt

Die Symphonien des Lachner Komponisten Joachim Raff erklangen im 19. Jahrhundert in aller Welt. Nun wird das momentan einzige bekannte Autograf einer Raff-Symphonie dank eines Autografensammlers ganz in der Nähe seines Geburtsortes Lachen bekannt. [UPDATE: Im Genfer Konservatorium finden sich zudem Autografe von der dritten und der siebten Symphonie – wir danken bestens für den Hinweis!]

Über die Beziehung zu einer Kulturschaffenden aus dem nahen Deutschland wurde dem Joachim-Raff-Archiv bekannt, dass ein bedeutender Autografensammler der Schweiz ein Musikautograf von Joachim Raff (1822-1882) besitzt – quasi vor Lachens Haustüre, in Wetzikon! Die sofortige Kontaktaufnahme mit dem Sammler ergab, dass dieser in der Tat ein Autograf von Joachim Raffs Symphonie Nr. 10 op. 213 mit der Überschrift «Zur Herbstzeit» besitzt. Gerne zeigte er sich dazu bereit, den Verantwortlichen diese einmalige, originale Handschrift zu zeigen und für die Herstellung eines Digitalisats zur Verfügung zu stellen, damit sie im Archiv für Forschungs- und Publikationszwecke genutzt werden kann. Der Sammler und Unternehmer Paul Ruppert verbrachte über vier Stunden mit dem ausgiebigen Studium der bereits in Lachen vorhandenen Sammlerstücke und war voll des Lobes über die sorgfältige, systematische und leidenschaftliche Arbeit im Joachim-Raff-Archiv.

Nach einer Bedenkfrist hat sich das Ehepaar Ruppert dazu entschlossen, das Autograf auf das Jubiläumsjahr 2022 hin, (200. Geburtstag von Joachim Raff) dem Joachim-Raff-Archiv als Schenkung zu übergeben. Diese überaus grosszügige Absicht, dieses auch wissenschaftlich sehr bedeutsamen Manuskripts an die Joachim-Raff-Gesellschaft zu schenken, kann nicht genug gewürdigt werden. Lachen kommt damit in Besitz eines absolut einmaligen Raff Autografen (siehe Box). Ruppert ersteigerte diese Handschrift in einer Auktion bei Sotheby’s in London vor etwa 20 Jahren. Scans dieses Manuskripts können ab sofort im Joachim-Raff-Archiv besichtigt werden (immer samstags zwischen 10:00-17:00 Uhr oder auf Anfrage). Tagtäglich sind die Verantwortlichen des Joachim-Raff-Archivs in Lachen mit Recherchen, Sammlungen, Auktionen und Antiquariaten weltweit beschäftigt, um nach Briefen, Notenmaterialien, Publikationen und sonstigen Fundstücken rund um Joachim Raff zu suchen, diese zu dokumentieren, zu signieren, zu archivieren und, wenn möglich, anzuschaffen (Archiv-Portal).

Autografe sind eigenhändig geschriebene Briefe oder Niederschriften von Werken durch den oder die Urheberin. Sie sind deshalb von höchstem Interesse für die musikwissenschaftliche Forschung, da sie ein bestimmtes Stadium in der Entstehung eines Werks dokumentieren und unter Umständen unklare Stellen einer allfälligen späteren (Druck-)Fassung in ein neues Licht rücken. So auch das Autograf von Raffs Symphonie Nr. 10 «Zur Herbstzeit», die Raff im Sommer und Herbst des Jahres 1879 komponierte. Es handelt sich dabei um ein Arbeitsmanuskript der ersten Fassung des Werks, das zahlreiche Korrekturen und Eintragungen von Raff und einer fremden Hand (wohl vom Dirigenten Louis Lüstner, der die Uraufführung im Jahre 1880 im Kurhaus Wiesbaden dirigierte) aufweist. Für die zweite Fassung ersetzte Raff den dritten Satz, der seiner Frau zu pathetisch schien, durch eine Neukomposition. Auch den Schluss des Finales überarbeitete Raff nochmals. Die ursprüngliche Fassung davon war bisher nicht bekannt – mit dem vorliegenden Manuskript wird diese Lücke geschlossen. Die Reinschriften von gedruckten Werken blieben in Raffs Fall meistens im Besitz des Verlages. Leider fielen zahlreiche Verlagsarchive den Turbulenzen des 20. Jahrhunderts zum Opfer und mit ihnen wohl auch ein grosser Teil von Raffs Reinschriften. Die meisten Arbeitsmanuskripte anderer Werke wird Raff hingegen verschenkt oder gar vernichtet haben. So kam es, dass das Manuskript von Herr Ruppert das momentan einzige bekannte Manuskript einer Raff-Symphonie überhaupt ist. In der heutigen Zeit gibt es leider kaum noch Autografen, weil das meiste mit elektronischen Datenträgern verfasst wird. Das Autograf übt eine besondere Wirkung auf Betrachtende aus. Es ist lebendiges Zeugnis des Verfassers und ermöglicht, in eine direkte Beziehung zu ihm und seinem Werk zu treten.

Der Autografensammler Paul Ruppert präsentiert dem Präsidenten der Joachim-Raff-Gesellschaft einen Teil seiner Autografensammlung u.a. von weltweit bedeutenden Komponisten. Joachim Raffs 10. Symphonie gehört dazu (Foto: Res Marty).

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Rückblick Generalversammlung 2021

Zum ersten Mal in ihrer fast 50-jährigen Geschichte fand die Generalversammlung der Joachim-Raff-Gesellschaft auf schriftlichem Weg statt. Die Beteiligung der Mitglieder an den Abstimmungen und Wahlen war sehr erfreulich und sei an dieser Stelle herzlich verdankt!

Die Auswertung der eingegangenen Stimm- und Wahlzettel hat ergeben, dass sämtliche traktandierten Geschäfte einstimmig angenommen worden sind. Unter anderem kann 2021 eine neue Mitgliederkategorie für Student*innen eingeführt werden (Jahresbeitrag: CHF 25.-). Auch die Wahlen erfolgten einstimmig. Der Vorstand heisst Enya Götte (Kassierin), Franziska Sagner (wissenschaftliche Beirätin und Konzertplanung) und Max Schwyter (Rechnungsprüfer) in seinen Reihen herzlich willkommen.

Der Vorstand freut sich auf die bevorstehenden Veranstaltungen und (physischen) Begegnungen mit seinen Mitgliedern und weiteren Kulturinteressierten aus nah und fern.

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Hörstation Joachim Raff

Der Erlebnisweg Obersee lädt ein, verschiedene „Perlen“ am Obersee zu entdecken. In diesen Tagen wurde vor dem Joachim-Raff-Archiv in Lachen, wo Joachim Raff 1822 geboren wurde, eine Station mit verschiedenen interessanten Hörbeispielen installiert. Die Eröffnung erfolgt im Mai 2021 und wird in den Medien angekündigt.

Gerne laden wir interessierte Personen ein, nach einem Halt bei der Hörstation auch das Joachim-Raff-Archiv zu besuchen. Es ist nicht nur musikwissenschaftliche Forschungsstätte, sondern ein kleines, aber feines Museum rund um das Leben und Wirken von Joachim Raff.

Das Archiv ist samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Gerne werden Besucher:innen nach Voranmeldung aber auch individuell empfangen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Generalversammlung erfolgt schriftlich

Der Vorstand der Joachim-Raff-Gesellschaft hat sich entschlossen, die diesjährige Generalversammlung auf schriftlichem Weg abzuhalten. Die Mitglieder erhalten die Unterlagen bis Ende März 2021 per Post.

Sämtliche Unterlagen können auch im passwortgeschützten Mitgliederbereich heruntergeladen werden. Das Passwort wird den Mitgliedern ebenfalls per Post zugesandt. Der Vorstand freut sich auf eine rege Beteiligung an der Generalversammlung 2021 und hofft auf ein baldiges physisches Wiedersehen an einem der geplanten Konzertanlässe!

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Weihnachtskonzert mit Dmitry Demyashkin und Anna Kim

Dmitry Demyashkin (Klavier) und Anna Kim (Violine) geben am Sonntag, 13. Dezember 2020, ein Weihnachtskonzert als «Live-Streaming-Event» aus dem Theresianum Ingenbohl. Es erklingen unter anderem zwei Stücke von Joachim Raff: Volker, Op. 203 Nr. 3 «Im Rosengarten zu Worms» und die beliebte Cavatina, Op. 85 Nr. 3.

Dazu gesellen sich Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Sergei Rachmaninoff, Alexander Skrjabin und des kürzlich verstorbenen italienischen Komponisten, Dirigenten und Oscar-Preisträgers Ennio Morricone. Als Einführung in den Konzertabend wird Daniel Steiner vom Theresianum Ingenbohl mit Dmitry Demyashkin und Anna Kim live ein kurzes Interview führen.

Der Video-Stream beginnt am Sonntag, 13. Dezember 2020, um 16.30 Uhr unter www.cresc.ch

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Weltersteinspielung von Raffs «Traumkönig und sein Lieb»

Das Swiss Orchestra unter der Leitung der Zürcher Dirigentin und Musikwisschenschaftlerin Lena-Lisa Wüstendörfer veröffentlicht seine Debüt-CD mit Trouvaillen der Schweizer Romantik. Darauf zu hören sind erstklassige und noch nie zuvor eingespielte Werke der Schweizer Komponisten Joachim Raff und August Walter. Die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis interpretiert die Gesangspartie.

Die Schweiz ist für vieles berühmt, aber kaum für ihre Sinfonik. Das Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer ändert dies und haucht vergessenen Werken von Schweizer Komponisten neues Leben ein. Am 3. Dezember ist die erste CD des Klangkörpers mit zwei Weltersteinspielungen von Joachim Raff und August Walter erschienen. Beide Komponisten waren zu ihrer Zeit hochangesehen und werden nun einem breiten Publikum vorgestellt. Eingespielt worden sind der «Traumkönig und sein Lieb» op. 66 (1854) von Joachim Raff und die Sinfonie Es-Dur op. 9 (1843) von August Walter (1821 – 1896).

Die CD «Schatzkammer Schweizer Sinfonik» erschien beim Label Schweizer Fonogramm und ist auch digital über iTunes, Spotify oder Deezer erhältlich. Das dreisprachige CD-Booklet enthüllt neben der Entstehungsgeschichte der eingespielten Werke auch Faszinierendes aus dem Leben der beiden Komponisten. Die Werke sind im Rahmen der dritten Tour des Swiss Orchestra zwischen dem 27. August bis 16. Oktober 2021 live zu hören. Die Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis begleitet die Tour als Solistin und singt die Solopartien.

Weitere Informationen: https://swissorchestra.ch

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Mitglieder der Joachim-Raff-Gesellschaft sponsoren neue CD

Der junge, international bekannte Cellist Christoph Croisé spielt im Dezember 2020 eine neue CD ein. Sie beinhaltet Joachim Raffs Œuvre für Violoncello und Klavier, darunter auch die Cellosonate D-Dur op. 183. Der Tonträger erscheint im Frühjahr 2021.

Christoph Croisé

Der Cellist Christoph Croisé © www.christophcroise.ch

Die CD-Produktion wird durch das finanzielle Engagement von Mitgliedern der Joachim-Raff-Gesellschaft ermöglicht. Und Christoph Croisé spendete jüngst ein Privatkonzert im Hotel Marina Lachen, wo sich die Gönner und Sponsoren von der grossen Musikalität und Virtuosität von Christoph Croisé und der Pianistin Oxsana Shevchenko überzeugen durften.

Die Joachim-Raff-Gesellschaft schätzt sich glücklich, dass immer mehr Werke von Raff den Weg in die Konzertsäle finden und Spitzenkünstlerinnen und Künstler sich den Kompositionen mit Begeisterung annehmen.

Gerne nehmen wir Vorbestellungen für die neue CD jetzt schon entgegen: praesidium@joachim-raff.ch

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Doktorarbeit von Simon Kannenberg

Gegen Ende 2020 erscheint ein für die Raff-Forschung tiefgreifendes Werk: Die Doktorarbeit von Simon Kannenberg mit dem Titel «Joachim Raff und Hans von Bülow. Portrait einer Musikerfreundschaft. Briefedition». 

Bildquelle: verlag-koenigshausen-neumann.de

Simon Kannenberg ist Mitglied der Joachim-Raff-Gesellschaft und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Joachim-Raff-Archivs in Lachen. Das zweibändige Werk kann zu Vorzugsbedingungen beim Präsidenten der JRG (praesidium@joachim-raff.ch oder Telefon 079 212 98 25) bestellt werden.

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«Dame Kobold» am Theater Regensburg

Joachim Raffs komische Oper «Dame Kobold» erfuhr am 24. Oktober 2020 die mutmasslich erste Wiederaufnahme seit der Uraufführung 1870!

Theater Regensburg
Stadttheater Regensburg am Bismarckplatz; Quelle: Wikimedia

Die Regisseurin Brigitte Fassbaender und der musikalische Leiter Tom Woods realisierten eine reduzierte «Corona-Fassung» am Theater Regensburg. Tom Woods sagt dazu: «Coronabedingt mussten wir ‚Dame Kobold‘ transformieren: Wir haben einen großen LKW, Raffs Oper, genommen und ein hochwertiges E-Bike daraus gemacht. Ich finde, es ist besser ein hervorragendes E-Bike zu haben, als einen kleinen LKW, den man dann immer mit dem großen vergleicht.».

Ein paar Eindrücke von der geglückten Inszenierung am Theater Regensburg und wie die Abstandsregeln auf der Bühne eingehalten worden sind, finden Sie in unserer Nachlese.

Das digital Programmheft des Theaters Regensburg, u. a. mit einem Interview, das Dramaturgin Julia Anslik mit Res Marty geführt hat: Weiter zum digitalen Programmheft…

Gespräch mit der Regisseurin Brigitte Fassbaender über «Dame Kobold» auf BR-Klassik: Weiter zum Beitrag…

Manuel Brug, einer der bekanntesten deutschen Kulturkritiker, über «Dame Kobold» am Theater Regensburg: Weiter zum Beitrag…

Kritik von Peter Jungblut auf BR-Klassik: Weiter zum Beitrag…

Bericht in der Süddeutschen Zeitung: Weiter zum Beitrag…

«Italianità aus Weimar», Opern-Kritik von Roland H. Dippel (concerti.de): Weiter zum Beitrag…

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Trouvaillen der Kammermusik

Das Duke Trio interpretiert klassische und zeitgenössische Werke.

Das 2019 gegründete Duke Trio (Anik Stucki, Violine; Raphael Heggendorf, Violoncello; Edward Rushton, Klavier) interpretiert das Klaviertrio Nr. 2 von Joachim Raff, das zu dessen erfolgreichsten kammermusikalischen Stücken gehörte. Zudem erklingen das Klaviertrio op. 17 von Clara Schumann und das zeitgenössische «O Virdissima» der britischen Komponistin Judith Weir, in dem diese in einen faszinierenden ‹Dialog› mit Hildegard von Bingen tritt. Der Eintritt ist frei (Türkollekte).

Covid-19 Schutzmassnahmen: Es besteht eine generelle Maskentragepflicht. Für die Einhaltung des Schutzabstandes sind die Veranstalter besorgt.

Eine vorgängige Platzreservation ist erwünscht (erforderliche Angaben: Name, Anzahl Plätze, Telefonnummer, Wohnort). Ihre Plätze können Sie per E-Mail (info@joachim-raff.ch) oder telefonisch beim Präsidenten der Joachim-Raff-Gesellschaft, Res Marty, 079 212 98 25, reservieren. Besten Dank.

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Auf den Spuren Raffs am Oberen Zürichsee

Sybille Diethelm (Sopran), Fabienne Romer (Klavier) und die Historiker Basil Vollenweider und David Schwarb beleuchten auf unterhaltsame Art die (musikalische) Vergangenheit am Oberen Zürichsee. Am Freitag, 16. Oktober 2020, um 19.30 Uhr im Evang.-ref. Kirchgemeindehaus, Gartenstrasse 4, in Lachen SZ.

von links nach rechst: David Schwarb, Fabienne Romer, Sybille Diethelm und Basil Vollenweider

Seit bald zehn Jahren bilden die Sopranistin Sybille Diethelm und die Pianistin Fabienne Romer ein erfolgreiches und vielseitiges Lied-Duo, das sich immer wieder der Musik Joachim Raffs und anderer Komponisten mit Wurzeln am Oberen Zürichsee annimmt. Mit dabei sind bei ihrem erneuten Gastspiel in Lachen auch ihre Ehemänner, Basil Vollenweider und David Schwarb, beides Historiker und Musikwissenschaftler. Sie beleuchten neu erschlossene Quellen und erzählen witzige Anekdoten, so dass die Lieder in einen Dialog mit der Geschichte treten – und das Publikum auf unterhaltsame Art in die Vergangenheit des Oberen Zürichsees entführt wird. Es erklingen unter anderem Lieder aus dem Op. 52 «Drei Lieder von C.O. Sternau», Op. 98 «Sanges-Frühling» und Op. 173 «Acht Gesänge». Der Eintritt ist frei (Kollekte). Es gilt eine generelle Maskentragepflicht!

Vorgängige Platzreservation erwünscht

Aus organisatorischen Gründen (Schutzmassnahmen Covid-19) bitten wir um eine vorgängige Platzreservation per E-Mail an info@joachim-raff.ch unter Angabe von Name, Anzahl Plätze, Telefonnummer und Wohnort. Besten Dank.

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Kunstgeschichte aus einer musikalischen Perspektive

Matinee am Sonntag, 20. September 2020, 10.00 Uhr im Alten EW-Gebäude, Winkelweg 7, in Lachen

Musikdramaturg, Kulturpublizist und letztjähriger Träger des Anerkennungspreises des Kantons Aargau, Walter Labhart, hat schon mehrere Ausstellungen mit Titelblättern von Notenausgaben kuratiert. Denn nicht selten wurden die Titelblätter von bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern gestaltet.

Walter Labhart gibt Einblick in das Eigenleben von zwei der beliebtesten Musikstücke des 19. Jahrhunderts: Joachim Raffs «Cavatina» aus dem Jahr 1859 und das «Gebet einer Jungfrau» der früh verstorbenen Komponistin Tekla Badarzewska (1834-1861). Das Klavierduo Vilma und Daniel Zbinden wird die thematisierten Musikstücke live vortragen. Eintritt frei, Kollekte.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kunstausstellung «Lachner Kunststück 2020. Üsi Sammlig» der Gemeinde Lachen statt.

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Ständchen vor Seekulisse

UPDATE: Wir freuen uns riesig, mitzuteilen, dass das Konzert stattfindet. Wenn es regnet, dient die Alte Turnhalle an der Äusseren Haab als Ersatzlösung!

Samstag, 22. August 2020, 20.00 Uhr
Joachim-Raff-Platz Lachen


Im letzten Jahr kam die Zürcher Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer mit der «10vor10»-Crew zu Besuch ins Joachim-Raff-Archiv. Nun bringt sie – so Petrus will – ihr noch junges, überaus ambitioniertes und bereits schweizweit bekanntes Swiss Orchestra mit nach Lachen für ein gemeinsames Projekt mit der Raff-Gesellschaft und dem Zürcher Verein guerillaclassics, der klassische Musik aus den üblichen Räumen bringen will. Auf dem Joachim-Raff-Platz werden Orchesterlieder von Raff gespielt: Raritäten, die das Swiss Orchestra für das ähnlich junge, bereits international ausgezeichnete Label Schweizer Fonogramm (www.schweizerfonogramm.com) unter der Leitung von Frédéric Angleraux/ ADCSound als Weltersteinspielung aufnimmt und im November 2020 auf Tournee zum Besten gibt. Ein toller Auftakt für einen intensiven Raff-Herbst!

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ZJSO führt die 5. Sinfonie auf

Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester im KKL Luzern (2018), Foto: Thomas Krähenbühl

Das Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO plant nach der Sommerpause eine Konzerttournee unter dem Titel «Sehnsucht». Im Zentrum des Programms steht die Sinfonie Nr. 5 «Lenore» von Joachim Raff.

Weiter im Programm finden sich die Sinfonische Dichtung «Finlandia» von Jean Sibelius, Vorspiel & Liebestod aus der Oper «Tristan & Isolde» von Richard Wagner und «Fêtes» aus «Trois Nocturnes» von Claude Debussy. Die Konzerte finden statt am Samstag, 29. August 2020, in Hergiswil, am Samstag, 4. September 2020, in Zug und am Sonntag, 5. September 2020, in Luzern. Dirigiert wird das ZJSO von Jonas Bürgin.

Weitere Informationen auf der Website des ZJSO…

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Aufnahme der Streichquartette op. 77 und op. 90

Das renommierte Leipziger Streichquartett spielt im Juni 2020 Joachim Raffs Streichquartette op. 77 und op. 90 exklusiv beim Detmolder Label MDG ein.

Es wird dies die erste Aufnahme aus dem Urtext-Material sein. Die neue Notenedition erscheint nächstens beim Verlag Breitkopf & Härtel. Massgeblich daran beteiligt waren die Musikwissenschaftler und JRG-Mitglieder Dr. Stefan König und Archivar Severin Kolb.

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„Dame Kobold“ am Theater Regensburg

Ein historisches Ereignis steht vor der Tür – seit der Uraufführung von Joachim Raffs Komischer Oper «Dame Kobold» in Weimar im April 1870 wurde kein einziges seiner Bühnenwerke jemals wieder auf die Bühne gebracht. Einzige Ausnahme war die konzertante Uraufführung seiner lyrischen Oper «Benedetto Marcello» im Jahr 2002, die anfangs des Jahres endlich auf CD erscheinen konnte. Doch nun setzt das Theater Regensburg die «Dame Kobold» nach einer Komödie von Calderon ziemlich genau 150 Jahre nach der Uraufführung auf den Spielplan – erste Aufführung am 24. Oktober 2020, so Corona will.

Besonders freut es uns, dass die ehemalige Weltklassesängerin Brigitte Fassbaender, die nun seit Jahren auch als Regisseurin grosse Aufmerksamkeit und Wertschätzung geniesst, die Inszenierung des Werks übernimmt. Regelmässige Hörer*innen des Radio Swiss Classic beispielsweise bekommen immer wieder die beliebte Ouvertüre dieser ansonsten noch völlig unbekannten Oper zu Gehör.

Die Joachim-Raff-Gesellschaft dankt allen Beteiligten, die zu diesem historischen Ereignis beitragen, insbesondere dem Verlag Nordstern von Volker Tosta, Mitglied der Joachim-Raff-Gesellschaft, mit dem wir seit Jahren bei der Produktion von Werken Raffs zusammenarbeiten, sowie den Verantwortlichen des Theaters Regensburg.

Details zu den Aufführungen finden Sie hier…

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Neuanschaffungen und ein Kammermusikabend der Berliner Philharmoniker mit Raff

Trotz Beschränkungen für Besuche des Joachim-Raff-Archivs bis zum 11. Mai und Absage diverser Veranstaltungen bleibt die Joachim-Raff-Gesellschaft aktiv und unternehmungslustig. Diverse erfreuliche Neuigkeiten dürfen vermeldet werden. Ab dem 16. Mai ist das Archiv in Lachen für die Öffentlichkeit wieder geöffnet.

Titelblatt und Ausschnitt aus dem reichhaltigen Konzertprogramm des Boston Symphonie Orchestra anlässlich des Konzertes vom Januar 1893

Neuanschaffungen für das Joachim-Raff-Archiv

Eine der ständigen Arbeiten des Vorstands ist es, Exponate rund um Person und Werk von Joachim Raff auf dem Antiquariatsmarkt und auf Auktionen zu verfolgen und soweit wie möglich anzuschaffen. Gleich fünf bedeutsame Sammelstücke konnten so in jüngster Zeit zu den bereits vielen bedeutenden Beständen hinzugefügt werden:

  • Anschaffung einer der ersten fotografischen Raff-Portraitaufnahme von Mondel & Jacob, einem Hof-Photografen aus Wiesbaden aus den 1860er-Jahren. Die Portraitaufnahme in ungewöhnlich grossem Format hat auf der Rückseite eine Ausstellungsmedaille aufgedruckt. Diese beinhaltet auf der Vorderseite das Portrait von «Adolph Herzog zu Nassau» und auf der Rückseite die Inschrift: «Allgemeine Nassauische Kunst- und Gewerbeausstellung – dem Verdienste – Wiesbaden 1863». Gerade in dieser Zeit wurde Joachim Raff in Deutschland und darüber hinaus sehr bekannt. Gewann er doch bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien mit seiner 1.  Sinfonie den ersten Preis, was ihn schlagartig international bekannt machte.
  • Ab den 1870er-Jahren wurde Raff auch in Übersee immer wieder aufgeführt. Das Joachim-Raff-Archiv ist nun stolze Besitzerin eines ausführlichen originalen Konzertprogramms aus der Konzertsaison 1892/93 des «Boston Symphonie Orchestras». In der Music Hall von Boston wurden unter Leitung ihres Chefdirigenten Arthur Nickisch (später auch Chefdirigent des Leipziger Gewandhausorchesters) Werke von Carl Goldmark, Max Bruch, Franz Liszt Charles Gounod und eben Joachim Raff gegeben. Auf dem Programm stand seine berühmte «Symphonie No. 3 in F mayor (‘im Walde’), Op 153». Das Programmheft enthält nebst einer ausführlichen Werkbeschreibung auch die Biografie des in Lachen geborenen Komponisten, samt einer Portraitzeichnung von ihm.
  • Einer der berühmtesten Dirigenten und Pianisten des 19. Jahrhunderts, Hans von Bülow, war lebenslanger Gefährte und Freund von Joachim Raff. Eben wurde in Hamburg eine Dissertation zum riesigen Briefverkehr dieser beiden Musiker herausgegeben. Es ist den Verantwortlichen des Raff-Archivs gelungen, einen Originalbrief von Hans von Bülow zu erwerben. Der Brief wurde in Wiesbaden, vermutlich im Hause von Joachim Raff geschrieben. Der Empfänger ist Edmund Singer, ein ebenfalls bedeutungsvoller Violinist dieser Zeit, der sehr eng mit Bülow und Raff zusammenarbeitete. Gegen Ende dieses launigen Briefes erwähnt Bülow: «… eben tritt Raff ein – trägt mir herzlichste Grüsse an Sie auf…».
  • Ein Ziel des Joachim-Raff-Archivs ist es, sämtliche Werke von Joachim Raff wenn möglich als Autograf oder mindestens als Erstdruck zu besitzen. Es ist gelungen, ein sehr frühes Werk von Raff, den «Valse Mélancolique» op. 24 für Piano, als Erstdruck aus dem Jahre 1846 zu erstehen. Raff war damals 24jährig und in Köln beschäftigt. Auf Empfehlung von Franz Liszt wollte er sich auf den Weg zum Musikverlag Pietro Mechetti in Wien begeben um dort sein Brot zu verdienen. Dort ist das Werk im gleichen Jahr 1846 erschienen.

Auch ein weiterer Originalbrief von Joachim Raff aus dem Jahr 1871 konnte über eine Auktion in Berlin erworben werden. Der Brief enthält eine Korrespondenz mit einer jungen Pianistin, für die er sich für eine Konzertaufführung einsetzte. Raff, der lange als junger Künstler selbst um seine Existenz kämpfen musste, trat später immer wieder für junge Künstlerinnen und Künstler ein, um ihnen den Weg in die Berufswelt zu ebnen. Bald besitzt das Joachim-Raff-Archiv 50 originale Briefe aus der Hand von Joachim Raff.

Kommende Veranstaltungen

Und zuletzt noch eine äusserst erfreuliche Mitteilung aus dem steigenden Konzertangebot mit Raff-Werken:

Kammermusik vom Feinsten am Mittwoch, 28. Oktober 2020, im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.
Die Bläser der Berliner Philharmoniker führen die Sinfonietta op. 188 von Joachim Raff auf. Dazu gesellen sich das «Londoner Trio No. 1» für zwei Flöten und Fagott von Joseph Haydn, die «Petite Symphonie» für Bläser von Charles Gounod und die «Trois Pièces Brèves» von Jacques Ibert.

Raffs Oper «Dame Kobold» am Regensburger Theater
Im Oktober ist geplant, Raffs komische Oper «Dame Kobold» in Regensburg zur Aufführung zu bringen. Sehr bekannt ist die Ouverture zur Oper. Sie wird regelmässig im Programm von Radio Swiss Classic gesendet und gehört zu den beliebten und vielgespielten Werken des Lachner Komponisten. Intendantin in Regensburg ist die berühmte frühere Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender die international bereits in über 70 Opern Regie führte.

Absage der Veranstaltung vom Samstag, 14. Juni 2020
Leider muss Corona bedingt die Veranstaltung im reformierten Kirchgemeindehaus Lachen «Auf den Spuren Raffs am Oberen Zürichsee» abgesagt werden. Das Konzert mit Sybille Diethelm, Fabienne Romer, Basil Vollenweider und David Schwarb wird neu angesetzt.

Die Joachim-Raff-Gesellschaft freut sich, nach den Sommerferien wieder selbst mit einem reichhaltigen Konzertprogramm in Lachen und Umgebung aufzutreten.

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Kammermusik-Abend der Berliner Philharmoniker mit Raff

Kammermusiksaal der Philharmonie (Bild: Manfred Brückels)

Kammermusik vom Feinsten am Mittwoch, 28. Oktober 2020, um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin.

Die Bläser der Berliner Philharmoniker führen die Sinfonietta op. 188 von Joachim Raff auf. Dazu gesellen sich das „Londoner Trio No. 1“ für zwei Flöten und Fagott von Joseph Haydn, die „Petite Symphonie“ für Bläser von Charles Gounod und die „Trois Pièces Brèves“ von Jacques Ibert.

Weitere Informationen auf der Website der Berliner Philharmoniker…

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Information zum JRG-Jahresprogramm 2020

Aufgrund der aktuellen Situation um das neue Coronavirus und den damit verbundenen Beschluss des Bundesrats fallen alle Veranstaltungen der Joachim-Raff-Gesellschaft in der ersten Jahreshälfte aus. Sobald sich die Situation normalisiert hat, werden wir das Programm für die zweite Jahreshälfte 2020 bekanntgeben.

Gerne empfehlen wir Ihnen bei dieser Gelgenheit unser digitales Archiv, wo Sie von zu Hause aus viel Interessantes zum Leben und Wirken von Joachim-Raff finden: www.raff-archiv.ch

Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und freuen uns, Sie schon bald wieder bei einer unserer Veranstaltungen begrüssen zu können.

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Nachklänge aus Einsiedeln

Im Februar begeisterte der Pianist Aleksandr Shaikin sein Publikum mit einem wundervollen Rezital im Fürstensaal des Klosters Einsiedeln – auf dem Programm: Raffs Bearbeitung von «The last rose» op. 46 sowie sein Capriccio op. 64 statt. Das Konzert hätte in St. Moritz wiederholt werden sollen – doch dann kam uns Corona in die Quere. Als gelinder Ersatz stellt Shaikin eine Aufnahme der Stücke ins Netz – wir hoffen, Sie bei einer hoffentlich baldig stattfindenden Aufführung anzutreffen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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Klassik-Star Emmanuel Pahud spielt Raff in Winterthur

Emmanuel Pahud (Bild: Musikkollegium Winterthur)

Am Samstag, dem 7. März spielt der weltbekannte Flötist Emmanuel Pahud im Stadthaus Winterthur Joachim Raffs Sinfonietta, Opus 188.

Von Raffs grossem Werk gibt es einige, die sowohl im 19. wie auch im 20. und jetzt wieder im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Beliebtheit eingebüsst haben. Dazu gehört das für zehn Bläser im Jahre 1873 komponierte Werk.

Auch in unserer Region wurde und wird das Werk immer wieder von einheimischen Musikern einstudiert und aufgeführt. Zu erinnern ist dabei an Tony Kurmann mit seinem Bläserensemble, oder an Urs Bamert, ebenfalls mit dem Bläserensemble. Zum 100. Todestag von Joachim Raff im Jahre 1982 war es das damals international angesehene «the pro Arte Ensemble» unter Francois Hunter, der Lachen die Ehre mit einer Aufführung gab. Im Archiv der Joachim-Raff-Gesellschaft sind in den letzten rund 40 Jahren 7 Aufführungen dieses Werks in Lachen und Umgebung registriert. Auch die Bläser der Oper Zürich und des Tonhalle-Orchesters Zürich waren in letzter Zeit in Rapperswil und Zürich interessierte Interpreten der Sinfonietta.

Nun nimmt sich einer der Weltstars unter den Flötenspielern, Emmanuel Pahud, zusammen mit einem international zusammengesetzten Bläserensemble dem bekannten und beliebten Werk an. Es wurde übrigens am 13. März 1875 in St. Petersburg uraufgeführt. Das viersätzige Werk mit einem Allegro, Allegro molto, Larghetto und einem Vivace-Teil zeichnet sich durch Melodienvielfalt, Vielseitigkeit, Kontrapunktik und anspruchsvolle Instrumentierung aus.

Interessierte können unter www.musikkollegium.ch noch Tickets bekommen.

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Fantastisches Konzert der Basler Madrigalisten

Die Basler Madrigalisten in der Pfarrkirche Lachen.
Foto: Yvonne Götte

Am Samstag, 15. Februar 2020, traten die Basler Madrigalisten in der Pfarrkirche Lachen auf. Die Sängerinnen und Sänger beeindruckten unter der Leitung von Raphael Immoos mit grosser Musikalität und Feinfühligkeit.

Lesen Sie dazu den Bericht von Severin Kolb im March-Anzeiger vom 17. Februar 2020:

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Basler Madrigalisten mit einer Uraufführung

© Basler Madrigalisten (Foto: Benno Hunziker)

Die Basler Madrigalisten unter der Leitung von Raphael Immoos konzertieren am Samstag, 15. Februar 2020, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Lachen (Konzerteinführung: 18.45 Uhr).

Eine musikalische Sensation ist die Wiederentdeckung der Missa «Defensor Pacis» des Schweizer Komponisten Benno Ammann (1904–1986), die anlässlich der Heiligsprechung von Niklaus von Flüe (Bruder Klaus, 1417−1487) verfasst wurde und als Höhepunkt von Ammanns kirchenmusikalischem Schaffen gilt. Auf Wunsch von Papst Pius XII. wurde das Werk am 15. Mai 1947 im Petersdom zu Rom von den Sängern der Sixtinischen Kapelle unter grossem medialem Echo uraufgeführt. Zehn Monate später wurde es noch einmal aufgeführt, ist seither jedoch nicht mehr erklungen. Die Basler Madrigalisten bieten mit dieser Messe eine bedeutende Wiederentdeckung dar.

Abgerundet wird das Programm durch das «Pater noster» und die Uraufführung eines Kyrie/Gloria-Paars des ebenfalls im Kanton Schwyz geborenen Komponisten Joachim Raff (1822–1882). Wie Ammanns Messe sind auch diese Stücke dem Palestrina-Stil der römischen Liturgie verpflichtet und bezeichnend für den Stilwandel in der Kirchenmusik im 19. und 20. Jahrhundert.

Benno Ammann (1904–1986)
Missa «Defensor Pacis» ad 6–12 voces inaequales in honorem Sancti Nicolai Helvetii Eremitae (1947) – Schweizerische Erstaufführung

Joachim Raff (1822–1882)
«Kyrie und Gloria» WoO.31 für sechsstimmigen gemischten Chor, Manuskript und Fragment 1869 – Uraufführung
«Pater noster» WoO.32 für achtstimmigen Chor, 1867

Freier Eintritt, Kollekte

Textquelle: Programmheft der Basler Madrigalisten

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Raff-Archiv online

Heute ist ein historischer Tag für die Joachim-Raff-Gesellschaft! Nach intensiver Arbeit geht das Raff-Archiv online. Unter portal.raff-archiv.ch gelangen Sie zum Portal. Es ist die erste Etappe zur Vernetzung der Personen-, Werk- und Briefdatenbank. Schauen Sie selber und recherchieren Sie zu Leben, Werk und Umfeld von Joachim Raff!