Violinkonzert Nr. 2 mit Michaela Paetsch

Die Geigerin Michaela Paetsch präsentierte 1999 die Erstaufnahme der beiden Violinkonzerte von Joachim Raff (erschienen bei TUDOR mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Hans Stadlmair). Im November 2019 interpretiert sie nun das 2. Violinkonzert zusammen mit dem Ensemble Instrumental de La Neuveville. Zu Raff gesellen sich Maurice Ravel («Pavane pour une infante défunte») und  Béla Bartók («Rumänischen Volkstänze»). Die Konzerte finden am Samstag, 23.11.2019, und Sonntag, 24.11.2019, in St-Imier und La Neuveville statt. Weitere Infos auf der Website des Ensemble Instrumental de La Neuveville…

«Heimat» – Konzertyklus 2019/20 der sinfonia.baden

In den drei Konzerten des Zyklus 2019/20 lotet die sinfonia.baden den Sehnsuchtsbegriff “ Heimat“ musikalisch aus. Dabei gelangen verschiedene Werke von Joachim Raff zur Aufführung: die Sinfonie Nr. 7 in B-Dur op. 201 «In den Alpen» (Sonntag, 17.11.2019), die Cavatina für Violine und Orchester (Samstag, 21.03.2020) und die Rhapsodie op. 163b (Freitag, 26.06.2020). Hier gelangen Sie zum Detailprogramm…

Zusatzkonzert „Reisebilder“ auf Schloss Hahnberg

Mitte Mai fand auf Schloss Hahnberg eine ausverkaufte Aufführung der „Reisebilder“ statt und zog das Publikum in seinen Bann. Am Sonntag, 22. September 2019, wird nun das Konzert in der einzigartigen Umgebung wiederholt (Beginn: 14.30 Uhr). Eine Reservation ist erforderlich.

In seinen «Reisebildern» op. 160 setzt Raff Alpenimpressionen in Musik. Stimmig ergänzt werden diese zehn packenden Stücke, gespielt vom Klavierduo Zbinden, durch die Lesung von Passagen aus Briefen, die Raff auf seinen Schweizerreisen der Jahre 1867 und 1873 verfasste. Sie nehmen die Zuhörenden mit in die Zeit des aufkommenden alpinen Tourismus: Lawinengefahr am Aescher, beklemmende Gefühle in der Taminaschlucht, Drama am Fätschbachfall…

Der Flyer mit Kontaktangaben zum Herunterladen

Ein vielseitiger Raff-Herbst

Durch die Alpen und ins Klosterarchiv!

Im Herbst präsentiert sich Joachim Raff in seinem Geburtsort Lachen und Umgebung von unterschiedlichsten Seiten. Fünf Konzerte porträtieren ihn als Alpenreisenden, als musikalischen Nacherzähler der wohl berühmtesten Liebesgeschichte und vor allem als vielseitigen Komponisten – in den meisten Fällen erschwinglicher als Kino…

Begeben Sie sich selbst auf eine spannende Reise und entdecken Sie Trouvaillen der Romantik. Wir freuen uns auf Ihren Konzertbesuch!

Das Herbstprogramm zum Herunterladen

Musikalische Schätze aus dem Kloster Einsiedeln

Samstag, 31. August 2019, 20 Uhr, Museum Fram Einsiedeln
Samstag, 7. September 2019, 20 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus Lachen

Das Schwyzer Kammermusik-Ensemble Accento musicale bringt unbekannte, teils sogar nur handschriftlich vorhandene Kammermusik-Schätze aus der Klosterbibliothek zur Aufführung, darunter auch ein Werk von Joachim Raff.

Konzertflyer Accento musicale

Reisebilder – mit Raff in den Alpen

Samstag, 5. Oktober 2019, 19.00 Uhr
Reformiertes Kirchgemeindehaus Lachen

In seinen «Reisebildern» op. 160 setzt Raff Alpenimpressionen in Musik. Stimmig ergänzt werden diese zehn packenden Stücke, gespielt vom Klavierduo Zbinden, durch die Lesung von Briefausschnitten, die Raff auf seinen Schweizerreisen der Jahre 1867 und 1873 verfasste. Sie nehmen die Zuhörerenden mit in die Zeit des aufkommenden alpinen Tourismus: Lawinengefahr am Aescher, beklemmende Gefühle in der Taminaschlucht, Drama am Fätschbachfall…

Freier Eintritt, Kollekte

Erste Höhepunkte für das Raff-Jubiläumsjahr 2022 geplant

Frank Mehlfeld, Musikdirektor in Rapperswil, plant zusammen mit Severin Kolb, dem Archivleiter der JRG, das Gedenkjahr 2022 in Rapperswil.

Joachim Raff, der Lachner Komponist (1822-1882), feiert in drei Jahren, am 27. Mai 2022 seinen 200. Geburtstag. Die Joachim-Raff-Gesellschaft plant in diesem Zusammenhang über das ganze Jahr diverse Höhepunkte in Lachen und weit darüber hinaus.

Eine Projektgruppe, zusammengesetzt aus Vorstandsmitgliedern der Joachim-Raff-Gesellschaft, organisiert bereits seit rund einem Jahr für das Jubiläumsjahr 2022. In diesen Tagen wurden erste Vereinbarungen getroffen, die für Lachen und Umgebung einmalige Höhepunkte versprechen. „Erste Höhepunkte für das Raff-Jubiläumsjahr 2022 geplant“ weiterlesen

Erste bekannte Portrait-Zeichnung von Joachim Raff entdeckt

Joachim Raff, 1850 porträtiert von Carl Dosnyai (Bleistiftzeichnung). Copyright by Joachim-Raff-Gesellschaft Lachen SZ.

Eine seltene Anschaffung konnte dieser Tage das Raff-Archiv in Lachen tätigen. Dank guter Beziehungen konnte im Auktionshaus Bassenge in Berlin ein Buch von 1850 mit acht Original-Bleistiftzeichnungen des ungarischen Malers und Bildhauers Carl Dosnyai, der von 1848-1850 in Weimar lebte, erworben werden. Unter den Porträtierten befindet sich auch Joachim Raff. Die Zeichnung gilt als bisher erstes bekanntes Porträt des damals 28jährigen Lachner Komponisten.

Franz Liszt, der langjährige Mentor von Raff war bekannt für seine Grosszügigkeit bezüglich Förderung junger Künstler. Aus Dankbarkeit widmete Dosnyai «Seinem edlen Wohltäter Herrn Doctor Franz Liszt» diese Porträtzeichnungen. Alle acht ganzseitigen Darstellungen zeigen wichtige Künstler des Weimarer Hoftheaters und der Hofkapelle. Gleichzeitig waren sie gute Bekannte von Franz Liszt, der damals die Künstlerkolonie der «Neu-Weimaraner» anführte.

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Ein «französisches» Werk? Joachim Raffs drittes Klaviertrio op. 155

Titelblatt des sich im Joachim-Raff-Archiv befindlichen Erstdrucks. 

Am Samstag, dem 30.03.2019, feiert die Joachim-Raff-Gesellschaft den 200. Geburtstag von Clara Schumann, die von Raff als Klavierlehrerin an das Hoch’sche Konservatorium berufen wurde. Im Festvortrag wird Frau Dr. Annegret Rosenmüller, die bei der Schumann-Briefausgabe arbeitet, das Verhältnis zwischen Raff und der berühmten Pianistin und Komponistin erläutern. Beim anschliessenden Konzert kommt neben Clara Schumanns Klaviertrio auch der dritte von Raffs Beiträgen zu dieser Gattung zu Gehör. Wem die Informationen des Programms nicht genügen, findet an dieser Stelle eine ausführlichere Fassung zur Entstehungsgeschichte und zu den Charakteristika dieses faszinierenden Werks:

Nach dem Erfolg seiner Sinfonie Nr. 3 op. 153 mit der Überschrift «Im Walde», die Joachim Raff zum meistgespielten Sinfoniker der Zeit machte, waren seine Werke heiss umworben. Die erhaltenen Briefe Raffs an den Verlag Bote & Bock (Staatsbibliothek Berlin) erlauben einen wichtigen Einblick in seine Arbeitsweise, in seine Geschäftsbeziehungen und das Seilziehen der Verleger um seine Kompositionen. Auf eine nicht erhaltene Anfrage des Berliner Verlags Bote & Bock, der zu diesem Zeitpunkt bereits an der Herausgabe von Raffs Oper «Dame Kobold» op. 154 arbeitete, bietet Raff am 5. Juli 1870 dem Empfänger statt des gewünschten dritten Trios [op. 155] ein viertes [op. 158] an, an dem er gerade sitze. Denn Raff hatte dem Leipziger Verleger Robert Seitz, der kurz zuvor sein Geschäft in Leipzig eröffnet hatte, versprochen, ihm ein grösseres Werk zu überlassen. Eine strategische Entscheidung: Weil Seitz auch die Leipziger Geschäfte der Verlage Rieter-Biedermann (Winterthur) und Jacques Maho (Paris) besorgte, wollte Raff diese Beziehung nicht gefährden und die Wünsche dieses Verlegers erfüllen. Da Seitz dieses Werk bis im September gedruckt haben wollte, konnte nur das bereits vollendete dritte Trio in Frage kommen.

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