Marchring-Heft über Joachim Raff

Das Marchring-Heft Nr. 61 ist Joachim Raff gewidmet. Die sehr ansprechend gestaltete Publikation enthält neben Beiträgen zur Raff-Gesellschaft und zum Raff-Archiv auch drei Vorträge, die in der Konzertsaison 2012/2013 gehalten worden waren, sowie einen Auszug aus der «Samson»-Broschüre der JRG von 2017.

Im Beitrag im Hoefner Volksblatt/March-Anzeiger vom 20. Februar 2018 (PDF) wird das Marchring-Heft vorgestellt und auf die gute Zusammenarbeit mit dem Verlag Breitkopf & Härtel hingewiesen, dem ältesten und renommiertesten Musikverlag, der Interesse an einer Gesamtausgabe von Raffs Werken zeigt.

Raffs «Lenore» – Ein gespenstischer Vorläufer der Filmmusik

Liebe, Abschiedsschmerz, Trauer – in seiner Symphonie «Lenore», die sich auf die damals berühmte gleichnamige «Sturm und Drang»-Ballade von G. A. Bürger bezieht, thematisiert Joachim Raff die grossen Gefühle. Am Samstag, dem 28.10.2017, wird sie im Rahmen des Abschlusskonzerts des «Musiksommers am Zürichsee» unter Giovanni Bria zum ersten Mal in Lachen, am Geburtsort des Komponisten, aufgeführt. „Raffs «Lenore» – Ein gespenstischer Vorläufer der Filmmusik“ weiterlesen

Eröffnungsfeier und Tagung: Raff-Archiv

Freitag 7. und Samstag 8. September 2018

Zur feierlichen Eröffnung des Joachim-Raff-Archivs veranstaltet die Joachim-Raff-Gesellschaft ein Symposium mit den folgenden Programmpunkten:

  • Raffs Instrumentalmusik
  • Raffs Vokalmusik
  • Raff als Schriftsteller, Gelehrter und Pädagoge
  • Raff-Rezeption, Werkverzeichnis und Gesamtausgabe
  • Besichtigung des Joachim-Raff-Archivs

Neben den wissenschaftlichen werden auch musikalische Leckerbissen serviert: Am 7. September spielt u.a. Ingolf Turban.

Das genaue Programm wird Mitte 2018 bekanntgegeben.

Erst der Anfang: 800 Neueinträge ins Briefverzeichnis aus München

Der erste einer Reihe von Besuchen in der Bayerischen Staatsbibliothek übertraf unsere Erwartungen bei Weitem. Im Rahmen des Archiv-Projektes arbeitet die Joachim-Raff-Gesellschaft an der Erschliessung des umfangreichen Nachlasses von Raff, den seine Tochter der Münchner Bibliothek vermacht hat. Aufgeteilt auf die Signaturen „Raffiana I“ bis „Raffiana XII“ liegen kistenweise Material zu Raffs Leben im Archiv und warten auf die Auswertung. Alleine „Raffiana I“ umfasst zwei grosse Kisten, in denen die von Raff aufbewahrten Briefe alphabetisch nach Absender geordnet abgelegt sind, insgesamt gut 1000 Briefe, zahlreiche davon aus der Feder der führenden Komponisten und Musiker seiner Zeit. Neben über 140 Briefen von Raffs engstem Freund Hans von Bülow finden sich jeweils etliche Briefe von Clara Schumann, Julius Stockhausen, Carl Reinecke, Pablo de Sarasate, Bernhard Cossmann, Joseph Joachim usw., usw. Die langen und intimen Briefe von Raffs Ersatzmutter Kunigunde Heinrich, des Stuttgarter Dichters Gotthold Logau, der das Libretto zur Oper „König Alfred“ schrieb, seines Weimarer „Mitmarls“ Dionys Pruckner oder seines Wiesbadener Dichterfreundes Karl Kösting geben einen spannenden, intimen Einblick in Raffs Wesen als Mensch und in seine Sicht auf das Leben. Die Arbeit hat damit erst begonnen: In „Raffiana II“ warten gut 400 Familienbriefe Raffs auf die Erschliessung, die meisten davon an seine Verlobte und spätere Ehefrau Doris Genast, die oft genug zwischen zehn und zwanzig Seiten umfassen können.