Neuer Kunstschatz im Raff-Archiv

Dank glücklichen Umständen ist es der Joachim-Raff-Gesellschaft gelungen, ein Bild des bekannten Lachner Malers Hermann Beul zu erstehen. Hermann Beul war der Sohn des ebenfalls sehr bekannten Lachner Malers Marius Beul (1849 – 1914).

Das Gemälde von Hermann Beul (1878 – 1918) mit dem Kloster Einsiedeln und den Wägitaler Bergen im Hintergrund.

Marius Beul erhielt den ersten Zeichenunterricht von Kunstmaler Gangyner, der seinerseits noch bei Franz Josef Raff (Joachim Raffs Vater) das Zeichnen lernte. Zwei Portraits von ihm können ebenfalls im Archiv besichtigt werden. Marius Beul war international tätig (Paris, München, Wien, Budapest, Konstantinopel, Kairo, Jerusalem,…). Er restaurierte u.a. die Pfarrkirche und Kapelle im Ried in Lachen, ebenso gibt es noch ein Gemälde von ihm im Rathaus Lachen. Er ist in Lachen begraben.

Sein Sohn Hermann Beul (1878 – 1918) besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich und studierte in Berlin und in Karlsruhe. Auch er restaurierte rund 20 Kirchen in der Schweiz, u.a. auch wieder die Kapelle im Ried in Lachen. Er war sowohl Kirchenmaler als auch Landschaftsmaler. Vor allem die Region um Einsiedeln hat es ihm angetan, was die grosse Anzahl an Gemälden bezeugt. Der Sohn von Hermann Beul ist der bekannte Lachner Komponist Artur Beul (z.B. «Stägel uf, Stägeli ab»). Also auch ein Bezug zur Musik von Lachen. Das Gemälde passt auch deshalb hervorragend ins Raff-Archiv, weil die Eltern von Joachim Raff in Einsiedeln geheiratet haben.