Lieder & Duette aus der Romantik

Stephanie Bühlmann (Sopran), Elisabeth Studer-Büttiker (Mezzosopran) und Peter Hitz (Klavier) interpretieren am Sonntag, 24. Oktober 2021, Lieder von Felix Mendelssohn, Robert Schumann, Antonin Dvoràk und Joachim Raff. Das Konzert findet in der Alten Kirche Härkingen statt und beginnt um 17.00 Uhr.

Hana Gubenko spielt Raff und Beethoven

Am Samstag, 25. September 2021, gibt die international renommierte Bratschistin Hana Gubenko ein Konzert bei der Joachim-Raff-Gesellschaft. Gemeinsam mit der ebenfalls weitumher angesehenen Pianistin Stefania Passamonte interpretiert sie Werke von Joachim Raff und Ludwig van Beethoven.

Hana Gubenko spielt Raff und Beethoven in Lachen.

Die Kompositionen des berühmten Lachner Künstlers treten dabei in einen faszinierenden Dialog mit Schöpfungen des grossen Klassikers Beethoven. Dabei kommt man in den Genuss regelrechten Raritäten, denn Hana Gubenko spielt u.a. auch zwei Cello-Sonaten von Beethoven in Einrichtungen für Bratsche. Solche Bearbeitungen, dank derer die Werke eine ganz andere klangliche Aura erhalten, liegen der aus Russland stammenden und in der Schweiz lebenden Gubenko sehr am Herzen. Auch mit weiteren Schwerpunkten in ihrem interpretatorischen Schaffen setzt sich die 1990 geborene und in der Schweiz lebende Bratschistin dafür ein, dem Publikum neue Klänge darzubieten. Neben der zeitgenössischen Musik, wo ihr schon zahlreiche Werke von bedeutenden Komponisten wie Oliver Schnyder oder Graham Waterhouse gewidmet wurden, bringt sie besonders gern vergessene oder weniger häufig gespielte Komponisten in spezifischen historischen und thematischen Kontexten zur Aufführung. So auch Joachim Raff, den man am Konzert in Lachen nicht nur als Komponist, sondern auch als Bearbeiter erleben kann: Denn die Einrichtungen von Beethovens Cello-Sonaten für Bratsche stammen von Raff selbst und seinem Zeitgenossen Ernst Naumann (1832–1910) – sie geben ein eindrückliches Bild von der «romantischen» Beethoven-Wahrnehmung des 19. Jahrhunderts.

Samstag, 25. September 2021, 19.30 Uhr, Evang.-ref. Kirchgemeindehaus Lachen (Gartenstrasse 4, Lachen). Freiwillige Anmeldung möglich per Mail an: info@joachim-raff.ch. Eintritt frei, Kollekte. Gemäss Vorgaben des Bundes erfolgt der Einlass mit COVID-19-Zertifikat und Personalausweis.

Das Kunstlied der Romantik und Martha von Castelberg

Anfangs Juli fand der erste Workshop einer etwa alle zwei Monate stattfindenden Reihe im Joachim-Raff-Archiv in Lachen statt. Mit den Seminaren wendet sich die Joachim-Raff-Gesellschaft an Musikliebhaber jeglicher Vorbildung. Im Fokus des zweiten Musikseminars von Samstag, 28. August 2021, stehen Leben und Schaffen der Zürcher Komponistin Martha von Castelberg und das Kunstlied in der Romantik.

Die Komponistin Martha von Castelberg (1892 – 1971) schuf zahlreiche Motetten und weltliche und geistliche Lieder.

Das Seminar wird geleitet von Severin Kolb, Peter Grob und Gabriel Schwyter. Der Workshop beginnt um 10.00 Uhr und dauert etwa 90 Minuten. Die Platzzahl für das Musikseminar ist beschränkt. Interessierte Personen melden sich bitte per E-Mail an: info@joachim-raff.ch. Der Unkostenbeitrag beträgt 10 Franken für Mitglieder der Joachim-Raff-Gesellschaft bzw. 20 Franken für Nichtmitglieder.

Neuerscheinungen bei Breitkopf & Härtel

Im zweiten Halbjahr 2021 erscheinen weitere Urtext-Editionen von Raff-Werken. Es sind dies die «Six Morceaux» op. 85 für Violine und Klavier (u.a. mit der berühmten «Cavatina») und die Sonate für Klavier und Violoncello op. 183.

Herausgeber der «Six Morceaux» sind unser Archivleiter Severin Kolb und Stefan Kägi. Neben Joachim Raff findet sich ein weiterer Schwyzer Komponist im Katalog der Neuerscheinungen: Othmar Schoecks Sonate für Bassklarinette und Klavier op. 41 wird ebenfalls in einer Urtext-Edition erscheinen.

Weiter zum Katalog der Neuerscheinungen bei Breitkopf & Härtel…

Ein Halbjahresprogramm voller Höhepunkte

Die Joachim-Raff-Gesellschaft freut sich auf das zweite Halbjahr 2021 mit vielen musikalischen Live-Erlebnissen! Ein fulminanter Start gleich nach den Sommerferien: Am Samstag, 28. August 2021, treten Äneas Humm (Bariton) und Judit Polgar (Klavier) um 19.30 Uhr im Evang.-ref. Kirchgemeindehaus in Lachen auf. Ein romantischer Liederabend mit Kompositionen von Joachim Raff, Robert Schumann, Franz Liszt und deren heute fast vergessenem Zeitgenossen Robert Franz. Als weitere Besonderheit erklingen Lieder von Martha von Castelberg.

Auch die Reihe „Musikseminare“ – die Pilotveranstaltung wurde vor den Sommerferien erfolgreich durchgeführt – findet seine Fortsetzung. Die Seminare dienen auch als Konzerteinführung für die Abendveranstaltungen. Peter Grob stellt am Samstag, 28. August 2021, um 10.00 Uhr die Martha von Castelberg-Stiftung im Joachim-Raff-Archiv vor. Dazu ergründen wir das Kunstlied der Romantik. Das Platzkontingent ist beschränkt – eine Anmeldung unter info@joachim-raff.ch ist notwendig.

Das Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2021 kann hier heruntergeladen werden.

Neueinspielung der Sinfonietta

Die Jenaer Philharmonie spielt unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Simon Gaudenz die Sinfonietta op. 188 von Joachim Raff neu ein. Mit der Serenade op. 104 von Salomon Jadassohn und dem Nonett op. 40 von Gustav Schreck werden zudem zwei Welt-Ersteinspielungen auf CD aufgenommen.

Die Bläsersolisten der Jenaer Philharmonie und GMD Simon Gaudenz

Link zur Jenaer Philharmonie…

JRG lanciert neue Workshop-Reihe!

Mit einer neuen, etwa alle zwei Monate stattfindenden Workshop-Reihe wendet sich die Joachim-Raff-Gesellschaft an Musikliebhaber jeglicher Vorbildung. Stefan Kägi und Severin Kolb geben am Samstag, 3. Juli 2021, um 10.00 Uhr im Joachim-Raff-Archiv den Startschuss mit einer Spurensuche – «Eine Notenausgabe entsteht». Die Platzzahl ist beschränkt, eine Anmeldung ist erforderlich.

Archivleiter Severin Kolb und Stefan Kägi bei der „Spurensuche“.

Wie verlief im 19. Jahrhundert eigentlich der Weg von den ersten Ideen eines Komponisten bis zum Druck eines fertigen Werks? Welchen Einfluss hatten die Verlage auf das Musikleben? Warum kommen bis heute immer wieder neue Ausgaben von Werken Beethovens oder Mahlers auf den Markt? Wie entsteht eine moderne Notenausgabe – welche Typen gibt es?

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Musikverlage, die bis heute einen erheblichen Einfluss auf das Musikleben ausüben.

Vorfreude auf 2022

Zum ersten Mal in ihrer fast 50-jährigen Geschichte fand die Generalversammlung der Joachim-Raff-Gesellschaft auf schriftlichem Weg statt. Die Beteiligung der Mitglieder an den Abstimmungen und Wahlen war sehr erfreulich und sei an dieser Stelle herzlich verdankt! Sämtliche traktandierten Geschäfte wurden einstimmig angenommen. Unter anderem kann 2021 eine neue Mitgliederkategorie für Student*innen eingeführt werden.

Der neu gewählte Vorstand der Joachim-Raff-Gesellschaft bereitet sich intensiv auf die 200. Geburtstagsfeierlichkeiten von Joachim Raff im nächsten Jahr vor. V.l.n.r.: Gabriel Schwyter, Kommunikation, Dr. Lion Gallusser, Konzertplanung und wissenschaftlicher Beirat, Yvonne Götte, Geschäftsführung, Severin Kolb, Leiter Joachim-Raff-Archiv, Enya Götte, Rechnungswesen, Res Marty, Präsident, Franz-Xaver Risi, Vizepräsident, Dr. Franziska Sagner, Konzertplanung, wissenschaftliche Beirätin. (Foto: Carlo Stuppia)

Vorstand

Mit den beiden Musikwissenschaftlern Viviane Brodmann und Dominik Kreuzer traten zwei verdienstvolle Vorstandsmitglieder zurück. Neu im Vorstand können die Finanz- und Bankfachfrau Enya Götte (Kassierin), die promovierte Musikwissenschaftlerin Franziska Sagner (wissenschaftliche Beirätin und Konzertplanung) und Max Schwyter (Rechnungsprüfer) herzlich willkommen geheissen werden.

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Rezension Urtext-Ausgabe der Streichquartette Nr. 1 & 2

Die Schweizerische Musikzeitung brachte pünktlich zu Joachim Raffs 199. Geburtstag eine Rezension der im letzten Jahr erschienenen Edition von seinen ersten beiden Streichquartetten, die in Zusammenarbeit vom Joachim-Raff-Archiv und Breitkopf & Härtel entstanden ist.

Urtext-Ausgabe der beiden ersten Streichquartette, herausgegeben von Severin Kolb und Stefan König bei Breitkopf & Härtel

Viel Lob findet Markus Fleck für die Edition: „Mit erheblichem Aufwand und einem akribisch genauen kritischen Bericht zur Quellenlage, den jeweiligen editorischen Entscheidungen sowie einem ausführlichen, spannenden Vorwort verdienen sie – besonders auch unter musikwissenschaftlichen Aspekten – hohen Respekt.“ Etwas zwiespältig nimmt er hingegen die edierten Werke auf: „Glänzenden melodischen Einfällen“, „überraschend modernen Effekten“, „wirkungsmächtigen, durch und durch quartettmässig konzipierten Elementen“ stehen für ihn „ausgedehnte, ja man möchte sagen nichtssagende Episoden“ gegenüber, „die die absolut genialischen Juwelen seiner Kunstfertigkeit überschatten“.

Die Joachim-Raff-Gesellschaft hofft, dass die Edition der Verbreitung dieser ambitionierten Stücke hilft. Das Leipziger Quartett hat mit ihrer letztjährigen Einspielung, die auf der neuen Edition basiert, bereits einen ersten Grundstein gelegt. Weitere Quartetteditionen von Edition Nordstern und Breitkopf & Härtel sind in Vorbereitung.