Klassik-Star Emmanuel Pahud spielt Raff in Winterthur

Emmanuel Pahud (Bild: Musikkollegium Winterthur)

Am Samstag, dem 7. März spielt der weltbekannte Flötist Emmanuel Pahud im Stadthaus Winterthur Joachim Raffs Sinfonietta, Opus 188.

Von Raffs grossem Werk gibt es einige, die sowohl im 19. wie auch im 20. und jetzt wieder im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Beliebtheit eingebüsst haben. Dazu gehört das für zehn Bläser im Jahre 1873 komponierte Werk.

Auch in unserer Region wurde und wird das Werk immer wieder von einheimischen Musikern einstudiert und aufgeführt. Zu erinnern ist dabei an Tony Kurmann mit seinem Bläserensemble, oder an Urs Bamert, ebenfalls mit dem Bläserensemble. Zum 100. Todestag von Joachim Raff im Jahre 1982 war es das damals international angesehene «the pro Arte Ensemble» unter Francois Hunter, der Lachen die Ehre mit einer Aufführung gab. Im Archiv der Joachim-Raff-Gesellschaft sind in den letzten rund 40 Jahren 7 Aufführungen dieses Werks in Lachen und Umgebung registriert. Auch die Bläser der Oper Zürich und des Tonhalle-Orchesters Zürich waren in letzter Zeit in Rapperswil und Zürich interessierte Interpreten der Sinfonietta.

Nun nimmt sich einer der Weltstars unter den Flötenspielern, Emmanuel Pahud, zusammen mit einem international zusammengesetzten Bläserensemble dem bekannten und beliebten Werk an. Es wurde übrigens am 13. März 1875 in St. Petersburg uraufgeführt. Das viersätzige Werk mit einem Allegro, Allegro molto, Larghetto und einem Vivace-Teil zeichnet sich durch Melodienvielfalt, Vielseitigkeit, Kontrapunktik und anspruchsvolle Instrumentierung aus.

Interessierte können unter www.musikkollegium.ch noch Tickets bekommen.

Fantastisches Konzert der Basler Madrigalisten

Die Basler Madrigalisten in der Pfarrkirche Lachen.
Foto: Yvonne Götte

Am Samstag, 15. Februar 2020, traten die Basler Madrigalisten in der Pfarrkirche Lachen auf. Die Sängerinnen und Sänger beeindruckten unter der Leitung von Raphael Immoos mit grosser Musikalität und Feinfühligkeit.

Lesen Sie dazu den Bericht von Severin Kolb im March-Anzeiger vom 17. Februar 2020:

Basler Madrigalisten mit einer Uraufführung

© Basler Madrigalisten (Foto: Benno Hunziker)

Die Basler Madrigalisten unter der Leitung von Raphael Immoos konzertieren am Samstag, 15. Februar 2020, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Lachen (Konzerteinführung: 18.45 Uhr).

Eine musikalische Sensation ist die Wiederentdeckung der Missa «Defensor Pacis» des Schweizer Komponisten Benno Ammann (1904–1986), die anlässlich der Heiligsprechung von Niklaus von Flüe (Bruder Klaus, 1417−1487) verfasst wurde und als Höhepunkt von Ammanns kirchenmusikalischem Schaffen gilt. Auf Wunsch von Papst Pius XII. wurde das Werk am 15. Mai 1947 im Petersdom zu Rom von den Sängern der Sixtinischen Kapelle unter grossem medialem Echo uraufgeführt. Zehn Monate später wurde es noch einmal aufgeführt, ist seither jedoch nicht mehr erklungen. Die Basler Madrigalisten bieten mit dieser Messe eine bedeutende Wiederentdeckung dar.

Abgerundet wird das Programm durch das «Pater noster» und die Uraufführung eines Kyrie/Gloria-Paars des ebenfalls im Kanton Schwyz geborenen Komponisten Joachim Raff (1822–1882). Wie Ammanns Messe sind auch diese Stücke dem Palestrina-Stil der römischen Liturgie verpflichtet und bezeichnend für den Stilwandel in der Kirchenmusik im 19. und 20. Jahrhundert.

Benno Ammann (1904–1986)
Missa «Defensor Pacis» ad 6–12 voces inaequales in honorem Sancti Nicolai Helvetii Eremitae (1947) – Schweizerische Erstaufführung

Joachim Raff (1822–1882)
«Kyrie und Gloria» WoO.31 für sechsstimmigen gemischten Chor, Manuskript und Fragment 1869 – Uraufführung
«Pater noster» WoO.32 für achtstimmigen Chor, 1867

Freier Eintritt, Kollekte

Textquelle: Programmheft der Basler Madrigalisten

Raff-Archiv online

Heute ist ein historischer Tag für die Joachim-Raff-Gesellschaft! Nach intensiver Arbeit geht das Raff-Archiv online. Unter portal.raff-archiv.ch gelangen Sie zum Portal. Es ist die erste Etappe zur Vernetzung der Personen-, Werk- und Briefdatenbank. Schauen Sie selber und recherchieren Sie zu Leben, Werk und Umfeld von Joachim Raff!

Violinkonzert Nr. 2 mit Michaela Paetsch

Die Geigerin Michaela Paetsch präsentierte 1999 die Erstaufnahme der beiden Violinkonzerte von Joachim Raff (erschienen bei TUDOR mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Hans Stadlmair). Im November 2019 interpretiert sie nun das 2. Violinkonzert zusammen mit dem Ensemble Instrumental de La Neuveville. Zu Raff gesellen sich Maurice Ravel («Pavane pour une infante défunte») und  Béla Bartók («Rumänischen Volkstänze»). Die Konzerte finden am Samstag, 23.11.2019, und Sonntag, 24.11.2019, in St-Imier und La Neuveville statt. Weitere Infos auf der Website des Ensemble Instrumental de La Neuveville…

«Heimat» – Konzertyklus 2019/20 der sinfonia.baden

In den drei Konzerten des Zyklus 2019/20 lotet die sinfonia.baden den Sehnsuchtsbegriff “ Heimat“ musikalisch aus. Dabei gelangen verschiedene Werke von Joachim Raff zur Aufführung: die Sinfonie Nr. 7 in B-Dur op. 201 «In den Alpen» (Sonntag, 17.11.2019), die Cavatina für Violine und Orchester (Samstag, 21.03.2020) und die Rhapsodie op. 163b (Freitag, 26.06.2020). Hier gelangen Sie zum Detailprogramm…

Zusatzkonzert „Reisebilder“ auf Schloss Hahnberg

Mitte Mai fand auf Schloss Hahnberg eine ausverkaufte Aufführung der „Reisebilder“ statt und zog das Publikum in seinen Bann. Am Sonntag, 22. September 2019, wird nun das Konzert in der einzigartigen Umgebung wiederholt (Beginn: 14.30 Uhr). Eine Reservation ist erforderlich.

In seinen «Reisebildern» op. 160 setzt Raff Alpenimpressionen in Musik. Stimmig ergänzt werden diese zehn packenden Stücke, gespielt vom Klavierduo Zbinden, durch die Lesung von Passagen aus Briefen, die Raff auf seinen Schweizerreisen der Jahre 1867 und 1873 verfasste. Sie nehmen die Zuhörenden mit in die Zeit des aufkommenden alpinen Tourismus: Lawinengefahr am Aescher, beklemmende Gefühle in der Taminaschlucht, Drama am Fätschbachfall…

Der Flyer mit Kontaktangaben zum Herunterladen