Jubiläumskonzert des Medizinerorchesters Bern

Sonntag, 17. Juni 2018, 17.00 Uhr

Eglise du Pasquart Biel/Bienne

Zu seinem 50-jährigen Jubiläum spielt das Medizinerorchester Bern unter der Leitung von Matthias Kuhn zusammen mit Alexis Vincent, Violine und Samuel Niederhauser, Violoncello Kompositionen Schweizer Musiker in 50-Jahres-Schritten:

1868

Joachim Raff (1822–1882): Festmarsch op. 139 für großes Orchester (1867)

1918

Arthur Honegger (1892–1955): Arthur Interlude de la Mort de Sainte Alméenne, H 20a pour petit orchestre (1918–1920)

1968

Jost Meier (*1939): 1 Satz aus: Mouvement dans l’immobile pour orchestre de chambre (1968)

2018

Jean Luc Darbellay (*1946): Neues Werk (UA)

Das Konzert wird wiederholt am

Dienstag, 19. 6. 2018, 20.00 Uhr

Französische Kirche Bern

Konzert mit Timon Altwegg und Gilles Colliard

Sonntag, 30. April 2017, 17:00

Evang.-ref. Kirchgemeinde (Gartenstrasse 4, 8853 Lachen)

Gilles Colliard (*1967): Liberty Street für Klavier rechte Hand, Violine, Viola und Cello

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Klavierquartett Es Dur, KV 493

— Pause —

Joachim Raff (1822–1882): Klavierquartett Nr. 2 in c-Moll, op. 202 No. 2

Weitere Informationen folgen

Freikonzert des Musikkollegiums Winterthur

Samstag, 18. März 2017, 17:00
Stadthaus Winterthur

Joachim Raff: «Ein feste Burg ist unser Gott», op. 127
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-Moll, KV 466
Joachim Raff: Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 208 «Im Sommer»

Eintritt frei, nummerierte Platzkarten CHF 12.00

Musikkollegium Winterthur

Anlässlich des Konzerts wird auch eine Ausstellung über Joachim Raff zu sehen sein!

Weltbekannter Violinvirtuose spielt in Lachen

Dank guten Beziehung der Joachim Raff Gesellschaft zu Ingolf Turban kommen die Ausserschwyzer Klassikmusikfreunde zu einem seltenen Hörgenuss: Am 16. Januar 2016 gastiert der weltberühmte Violinist mit Raff-Werken in Lachen.

Bild Ingolf TrbanDer in allen grossen Konzertsälen der Welt präsente Violinvirtuose Ingolf Turban spielt auf Einladung der Joachim Raff Gesellschaft am Samstag, dem 16. Januar 2016, um 19.30 Uhr im Reformierten Kirchgemeindehaus von Lachen. Turban ist sowohl in München und Berlin wie auch in Mailand, New York und Washington und weltweit in vielen andern Konzerthäusern bekannt und beliebt. Er spielte unter grossen Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Lorin Maazel, Zubin Metha oder auch Yehudi Menuhin. Dass er die Werke von Joachim Raff besonders schätzt, beweist die Tatsache, dass er sämtliche Raff‘schen Violinsonaten auf CD eingespielt hat. Ingolf Turban freut sich, erstmals in Lachen, dem Geburtsort von Joachim Raff, auftreten zu können.

Hochkarätiges Trio

Begleiten werden ihn der im Kanton Schwyz ansässige russische Pianist Dmitri Demiashkin und der noch junge, sehr talentierte Violinist Sebastian Bohren. Beide Musiker haben in der Schweiz ihr Berufsmusikstudium absolviert und geben weltweit in Konzerten Zeugnis ihres überragenden Könnens ab.

Neben der ersten grossen Violinsonate von Joachim Raff und seinem Duo Nr. 2 über Motive aus Richard Wagners Oper «Tannhäuser» werden ebenfalls Werke von Max Reger und Moritz Moszkowski, einem polnischen Komponisten und Zeitgenossen von Raff, erklingen. Im feurigen und mitreissenden Werk «Navarra» von Pablo de Sarasate kann Turban sein ganzes geigerisches Können demonstrieren.

Samstag, 16. Januar 2016, 1930 Uhr, Reformiertes Kirchgemeindehaus, Lachen

Camerata Zürich und Dmitri Demiashkin

Freitag, 2. Dezember 2016, 19:30

Theresianum Ingenbohl, Brunnen

Camerata Zürich unter der Leitung von Igor Karsko
mit Dmitri Demiashkin und Philippe Litzler

Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichoktett, op. 11
Joachim Raff:
Streichoktett C-Dur, op. 176
Aulis Sallinen: Some Aspects of Peltoniemi Hintrik’s Funeral March, op. 19
Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier und Trompete in c-Moll, op. 35

Das Konzert wird wiederholt am 3. Dezember in der Tonhalle Zürich und am 4. Dezember in der Musikschule Konservatorium Zürich, siehe Hinweis bei Crescendo Концерт Management.

Konzertflyer (PDF)

Anmerkungen zum Konzert vom 29. Oktober 2016

Res Marty, Präsident der Joachim Raff Gesellschaft

  • Die Rhapsodie Abends (Opus 163b) für Orchester ist eine Bearbeitung von Joachim Raff seiner Suite G-dur Opus 163 für das Pianoforte. Die Suite beinhaltet fünf Nummern (Präludium, Allemande, Romance, Menuett, eben Rhapsodie und Gigue-Finale). Raff bearbeitete das Werk im Frühjahr 1874. Erschienen ist es im August 1874. Die Erstaufführung erfolgte am 23. Oktober 1874 im 10. Sinfonie-Konzert des städtischen Orchesters unter Louis Lüstner‘s Leitung im Kurhause zu Wiesbaden. Die ganze Suite Opus 163 für Pianoforte komponierte Raff bereits 1871, ebenfalls in Wiesbaden.
  • Die Ciaconna Bach/Raff hat keine Opus Bezeichnung. Im Schäfer Werkverzeichnis findet es sich unter den übrigen von Raff geschaffenen Werken in der Abteilung IV als Nr. 6. Er bearbeitete Bachs grandioses Stück für Solo-Violine 1873 für das Orchester. Das Werk ist der Philharmonischen Gesellschaft von New York gewidmet. Zweifellos eine Referenz für die Ehrenmitgliedschaft die die New Yorker Philharmoniker Raff 1872 zusammen mit Franz Liszt und Richard Wagner zu teil werden liessen. Es wurde am 20. März 1874 in Wiesbaden in einem Sinfonie-Konzert des städtischen Kurorchesters in Wiesbaden unter Raff’s persönlicher Leitung uraufgeführt. Raff schreibt zu seiner Bearbeitung folgendes:
    «J.S. Bach’s Kompositionen für eine Violine haben, wie jeder weiss, der sie näher kennen gelernt hat, einen so bedeutenden polyphonen Gehalt, dass die Vermutung nahe liegt, sie möchten – zum grösseren Teil wenigstens – ursprünglich gar nicht für Violine gedacht sein, eine Vermutung, die in einigen Fällen bereits durch die Thatsachen bestätigt ist. – Auch mit der Ciaconna verhält es sich unzweifelhaft so; die zahlreichen Ansätze und Verstümmelungen in diesem Stück müssen selbst dem Laien auffallen und ihn auf den Gedanken bringen, dass dasselbe anfänglich in anderer Gestalt vorhanden gewesen und die jetzige ein blosses Arrangement sei. – Dem polyphonen Gehalt, der in der ersten Fassung der Ciaconna gelegen haben muss, nachzuspüren und selbigen im modernen Orchester flüssig zu machen, war nun der Zweck gegenwärtiger Bearbeitung, die kein anderes Verdienst für sich in Anspruch nimmt, als der erste Versuch dieser Art zu sein.»
    In jüngerer Zeit haben sich die Professoren Hans-Joachim Hinrichsen und Dominik Sackmann (Universität Zürich) in der Schrift Bach-Rezeption im Umkreis Franz Liszts, Joseph Joachim Raff und Hans von Bülow mit unter anderem auch diesem Werk musikwissenschaftlich auseinandergesetzt. Das Schriftstück ist 2004 im Carus-Verlag Stuttgart erschienen. Sackmann kommt bei der Werkanalyse auf ein sehr respektvolles und wohlwollendes Ergebnis und attestiert Raff auf Seite 19 u.a.: «…Die Prüfung der gesamten Klavierbearbeitung von Bachs Violin-Ciaconna offenbart, dass – entgegen Feders Ansicht – Raff ebenso subtil wie kenntnisreich mit der Vorlage umging…»

Beide Werke werden in Lachen, dem Geburtsort von Joachim Raff, erstmals aufgeführt. Dies darf wiederum als ein sehr bedeutendes musikalisches und kulturelles Ereignis für Lachen, den Kanton Schwyz und auch gesamtschweizerisch gewertet werden. Die Camerata Schweiz ist ein schweizerisches Spitzenorchester.